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Very british

 

Englisches Wetter war große Herausforderung für Piloten aus Westerstede

von Uwe Janßen

Die diesjährige Englandtour sollte genauso beginnen wie im Jahr zuvor. Geschlossene Wolkendecke mit geringen Untergrenzen und hoher Luftfeuchtigkeit. Alles war geplant und gebucht: Die Unterkunft in Sandown, die Bundespolizei zur Ausreise, die Immigration bei Ankunft sowie die Flugpläne unserer drei Maschinen aus Felde. Den Start am Mittwoch haben wir kurzfristig noch um 2 Stunden vorverlegt, um an der Südküste von England eine kleine Chance auf fliegbares Wetter zu haben. Für die geplante Zwischenlandung in Lydd reichten die Sichtweiten und so trafen wir uns dort zum Frühstücken und zum Tanken.

Nach telefonischer Anfrage in Sandown Airfield und eines ausführlichen Wetterbriefings vor Ort ergab sich eine kleine Chance für einen Weiterflug nach Isle of Wight. Der Anflug auf den Zielflugplatz war relativ frei. Neben der geringen Wolkenuntergrenze machte uns auch noch ein strammer Südwestwind zu schaffen. Einziger Trost: Wo Sturm ist kein Nebel!

 

So trudelten wir am Mittwochmittag in Sandown ein, bezogen unser Quartier und waren froh, dass wir dieses kleine Zeitfenster für den Anflug ausnutzen konnten.

Der Nachmittag stand uns für die Flugplanung des nächsten Tages zur Verfügung. Bekanntlich plant man aber zweimal oder gar dreimal. Den Tag ließen wir dann in Sandown am Strand ausklingen, wo wir für eingepflegtes Guinness und zum Abendessen in einen gemütlichen Pub einkehrten. Der nächste Tag zeigte leichte Wetterbesserung. Die tiefen Wolken waren angestiegen und der Wind wehte nicht mehr so kräftig. Harm und Klaus planten einen Rundflug zur Küste von Cornwall. Heidi, Uwe und Jürgen fuhren mit dem Doppeldeckerbus nach Newport im nördlichen Teil der Insel. Neben dem Treiben der Festivalbesucher in der Stadt war ein Stadtspaziergang, Shopping sowie Fish and Chips angesagt. Der Rundflug nach Cornwall änderte sich jedoch kurzfristig zu einem Abstecher nach Stonehenge und Portsmouth. Wegen einer leeren Batterie konnten Harm und Klaus nur eine kurze Runde drehen und beschlossen am nächsten Tag zurück nach Deutschland zu fliegen, um eine neue Batterie zu besorgen, so der Plan…. Wie gesagt, man plant ja öfter. Wieder ließen wir den Tag am Strand ausklingen, diesmal im Nachbarort Shanklin. Am nächsten Morgen bekamen wir dann die Nachricht, dass Bernd mit seinen Kindern auf dem Flug nach nach Sandown ist und bereits um 11 Uhr dort landen wollte. Gleichzeitig bereiteten Harm und Klaus Ihre Ruschmeier für den Rückflug nach Deutschland vor. Dafür musste vorher die Batterie noch einmal aufgeladen werden. Nachdem die D-EEDR startklar war, Bernd zwischenzeitlich gelandet war und wir für ein paar Minuten komplett waren, flogen Klaus und Harm über Lydd nach Hause und wir zurückgebliebenen gingen zum Lunch zur Unterkunft, so der Plan… Am Nachmittag flogen Heidi, Jürgen und Uwe mit der PA 28 einen Rundflug um die Insel mit einem Abstecher nach Old Sarum zu Tanken. Atemberaubend ist dabei der Anblick von Needles, dem westlichen Zipfel von Isle of Wight, bei einem tiefen Vorbeiflug.

Anschließend ging es durch die Kontrollzone von Southampton über die Häfen am Spinnaker Tower von Portsmouth vorbei wieder zurück nach Sandown.Bestes Flugwetter! Dann erhielten wir die Nachricht von Harm und Klaus, dass sie per Zufall eine Batterie in Lydd auftreiben konnten. Prima, am Abend waren wir dann wieder komplett und ließen es uns bei einem Dinner gut gehen.Am Abend studierten wir wiederholt die Wetterkarten und Meldungen und beschlossen, bereits am Samstag zurück zu fliegen. Dieser Plan ging diesmal auf. Alle drei Maschinen verabschiedeten sich am frühen Nachmittag von Sandown mit Ziel Westerstede Felde. In Lydd tankten wir noch einmal zollfrei Avgas und starteten von dort zur letzten Etappe über den englischen Kanal. Der starke Rückenwind ließ sogar die PA 28 auf über 160kn Groundspeed kommen und verkürzte so die Rückreise nach Felde enorm.

 

Anmerkung von Harm: Lieber Uwe, liebe Heidi, vielen Dank für die tolle Organisation auch im Namen aller anderen Teilnehmer. Wir konnten so von Euren Erfahrungen profitieren und hatten dort trotz technischer und meteorologischen Widrigkeiten einen tollen Aufenthalt.

Auch Dank an die Bundespolizei, die uns ganz unbürokratisch von Felde aus hat starten und auch wieder landen lassen ohne vorher dabei einen Grenzflugplatz anzufliegen. Einen ganz besonderen Dank an die Werkstatt auf dem Flugplatz Lydd/GB, die sich von alten Batterien nicht trennen konnte und von der wir so kostenlos zu einer alten, aber funktionierenden Batterie gekommen sind. Dennoch haben wir natürlich 15 Pfund für die Kaffeekasse dagelassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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